Fußbodenheizung fräsen – in den Boden, der schon da ist.
Statt den Estrich herauszureißen, fräsen wir schmale Kanäle hinein und legen das Heizrohr bündig ein. Der Boden bleibt auf seiner Höhe, Türen und Übergänge bleiben, wie sie sind – und statt Wochen dauert es meist wenige Tage.
- Kein Estrichabriss, kein neuer Bodenaufbau
- Keine Aufbauhöhe – Türen bleiben unverändert
- Staubarm dank Absaugung direkt am Werkzeug
- Richtpreis ab 29 €/m², Festpreis nach Aufmaß
Was beim Fräsen passiert
Vier Arbeitsschritte, meist an zwei bis vier Tagen
1. Bohrkern statt Vermutung
Bevor irgendetwas berechnet wird, entnehmen wir an einer unauffälligen Stelle einen Bohrkern. Er zeigt, wie der Boden aufgebaut ist: Wie stark ist der Estrich, liegt eine Dämmung darunter, ist es überhaupt Estrich – oder eine Holzbalkendecke, in die sich nichts fräsen lässt. Dieser Schritt kostet Sie nichts und entscheidet, ob es weitergeht.
2. Kanäle fräsen
Die Fräse legt die Kanäle in gleichmäßigen Bahnen an, üblicherweise mit 15 Zentimetern Abstand, bei höherem Wärmebedarf mit 10. Die Absaugung sitzt direkt am Werkzeug. Gearbeitet wird raumweise, damit der Rest des Hauses nutzbar bleibt. Voraussetzung vor Ort ist ein Starkstromanschluss (CEE 32 A).
3. Heizrohr legen und anschließen
Das Rohr kommt bündig in die Kanäle, die Kreise laufen auf den Verteiler zu. Anschließend folgt die Druckprobe – erst wenn die Anlage dicht ist, wird etwas verschlossen.
4. Verschließen und Boden drauf
Die Kanäle werden wärmeleitend verschlossen, damit die Wärme in die Fläche geht und nicht im Rohr bleibt. Danach kann der Bodenbelag verlegt werden – ohne dass sich die Höhe verändert hat.

Machbarkeit
Wo Fräsen funktioniert – und wo nicht
Geeignet
- Zementestrich ab 4 cm, tragfähig und rissfrei
- Anhydrit-/Calciumsulfatestrich in ausreichender Stärke
- Häuser der 1950er- bis 1990er-Jahre – der häufigste Fall
- Fliesenböden, oft ohne den Belag aufzunehmen
- Neu aufgebauter Estrich nach Sanierung oder Wasserschaden
Nicht geeignet
- Holzbalkendecken mit Dielen – typisch in Fachwerk und Gründerzeit
- Estrich unter 4 cm oder mit Rissen
- Gussasphaltestrich
- Böden direkt auf Erdreich ohne Dämmung – technisch machbar, wirtschaftlich selten sinnvoll
- Räume ohne Starkstromanschluss in erreichbarer Nähe
Wenn wir beim Aufmaß feststellen, dass es nicht geht, sagen wir das – und Sie haben dafür nichts bezahlt.
Ehrlich gesagt: Die Frage ist selten, ob sich fräsen lässt, sondern ob es sich für Sie rechnet. In einem gut gedämmten Haus der 1980er-Jahre amortisiert sich die niedrigere Vorlauftemperatur schneller als in einem ungedämmten Altbau, bei dem zuerst Fenster und Dach an der Reihe wären. Die Nachteile des Verfahrens haben wir separat aufgeschrieben.
Verfahren im Vergleich
Fräsen, Trockenbausystem oder neuer Estrich?
| Einfräsen | Dünnschicht-/Trockensystem | Estrich raus, neu aufbauen | |
|---|---|---|---|
| Aufbauhöhe | keine | etwa 15–30 mm | kompletter Neuaufbau |
| Türen kürzen | nein | meist ja | ja |
| Bauzeit im Haus | meist 2–4 Tage | wenige Tage | mehrere Wochen inkl. Trockenzeit |
| Schutt | Fräsgut, abgesaugt | alter Belag | kompletter Estrich |
| Wärmeabgabe | direkt aus der Estrichmasse | je nach System gut | sehr gut |
| Voraussetzung | tragfähiger Estrich ab 4 cm | ebener Untergrund | fast überall möglich |
Wir machen nur das Fräsverfahren – deshalb diese Einordnung: Wenn bei Ihnen ohnehin der komplette Boden herauskommt, etwa im Rohbau oder nach einem großen Wasserschaden, ist der klassische Neuaufbau die bessere Wahl. Im bewohnten Bestand ist Fräsen fast immer der kürzere Weg. Was es kostet, steht hier.
Häufige Fragen
Was zum Fräsverfahren am häufigsten gefragt wird
Wie tief wird in den Estrich gefräst?
Die Kanäle sind rund 15 bis 20 Millimeter tief, je nach Rohrdurchmesser und Estrichstärke. Darunter bleibt genug Material, damit der Boden tragfähig bleibt. Deshalb fordern wir mindestens vier Zentimeter tragfähigen Estrich – bei weniger fräsen wir nicht.
Welcher Abstand zwischen den Heizschlangen ist richtig?
Standard sind 15 Zentimeter. Bei hohem Wärmebedarf, in schlecht gedämmten Räumen oder wenn die Vorlauftemperatur besonders niedrig sein soll, fräsen wir mit 10 Zentimetern Abstand. Das bringt mehr Heizfläche und kostet 5 €/m² Aufpreis.
Wie staubig wird es wirklich?
Die Absaugung sitzt direkt am Fräswerkzeug und zieht den Großteil sofort ab. Staubfrei ist es nicht – es bleibt Feinstaub, den wir mit Folien und Abschottungen begrenzen. Mit einer Abbruchbaustelle hat es trotzdem nichts zu tun, und Sie können im Haus bleiben.
Können wir den vorhandenen Bodenbelag behalten?
Fliesen lassen sich oft überfräsen, das entscheiden wir am Bohrkern. Parkett und Laminat nehmen wir auf; Parkett lässt sich häufig wiederverwenden. Teppich und Vinyl müssen raus. Nach dem Verschließen der Kanäle kann der Belag zeitnah wieder drauf.
Wie lange dauert es, bis wir wieder heizen können?
Anders als bei neuem Estrich gibt es keine wochenlange Trockenzeit. Nach dem Verlegen, der Druckprobe und dem Verschließen der Kanäle ist der Heizkreis einsatzbereit; beim Aufheizen gehen wir stufenweise vor, damit der Estrich keine Spannungen bekommt.
Brauchen wir eine neue Heizung dazu?
Nein. Die Flächenheizung läuft mit Ihrer vorhandenen Gas- oder Ölheizung und senkt dort schon die nötige Vorlauftemperatur. Wenn später eine Wärmepumpe kommt, ist die Voraussetzung dafür bereits geschaffen und die Anlage kann kleiner ausgelegt werden.
Wo wir arbeiten
In welchen Orten wir fräsen
Wir fräsen im gesamten Rhein-Sieg-Kreis, in Bonn, Köln und Leverkusen, im Bergischen Land, im Rhein-Erft-Kreis, im Oberbergischen sowie im Ahrtal und im Westerwald – für jeden dieser Orte gibt es eine eigene Seite mit den Gegebenheiten vor Ort.
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Aufmaß und Probebohrung sind kostenlos – auch dann, wenn wir Ihnen danach absagen müssen.